Über die Haftung des Geschäftsführers einer Gesellschaft

7 Juni, 2017

Einmal mehr hat unsere Kanzlei ein positives Urteil erstritten in Bezug auf eine Schadensersatzforderung sowohl gegen die Gesellschaft selbst, als auch gegen dessen Geschäftsführer.

Wir gehen davon aus, daß die Einforderung einer Geldsumme, einer Schuld oder von Schadensersatz etc. gegen eine Gesellschaft, deren Aktiva später nicht ausreichen werden, um der möglichen Verurteilung entsprechen zu können, den Interessen unserer Mandanten nicht gerecht wird, sondern daß ein praxisgerechtes und zufriedenstellendes Ergebnis gesucht werden muß.

In dem bezeichneten Fall ging es um eine Baufirma, welche ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachgekommen war, und ein beauftragtes Gewerk, trotz vollständiger Entrichtung der vereinbarten Vergütung durch den Besteller, nicht fertiggestellt hatte. Nach einer intensiven Prüfung und Nachforschung wurde die Klage nicht nur gegen die (insolvente) Gesellschaft selbst, sondern auch gegen den Geschäftsführer als natürliche Person erhoben.

Sobre la Responsabilidad del Administrador de una Sociedad

Das Urteil des Handelsgerichtes Nr. 4 vom 4. Mai 2017 gab der Klage nicht nur gegen die Baugesellschaft wegen Nichterfüllung vertraglicher Pflichten statt, sondern sah auch eine gesamtschuldnerische Haftung des Geschäftsführers aus Art. 367 LSC (spanisches Kapitalgesellschaftsgesetz) als begründet an, weil das Gericht die folgenden Tatbestandsmerkmale als erfüllt ansah:

I. Das Bestehen einer Schuld der Gesellschaft,
II. Der Beklagte ist Geschäftsführer der Gesellschaft,
III. Es besteht ein zwingender Auflösungsgrund der Gesellschaft (Im Allgemeinen besteht dies, wenn die Aktiva weniger als die Hälfte des Gesellschaftskapitals betragen),
IV. Daß der Geschäftsführer der Pflicht nicht nachgekommen ist, die Gesellschafterversammlung einzuberufen, damit diese über die Gesellschaftsauflösung entscheidet oder den Auflösungsgrund beseitigt, bzw. ein Insolvenzverfahren einleitet,
V. Die Schuld ist entstanden, nachdem bereits ein gesetzlich zwingender Auflösungsgrund der Gesellschaft bestand,
VI. Es sind mehr als 2 Monate vergangen, seit der zwingende Auflösungsgrund bestand,

Zudem müssen weitere Tatbestandsmerkmale erfüllt sein, welche durch die ständige Rechtsprechung anerkannt sind: Es darf kein Entschuldigungsgrund für die Nichterfüllung der Pflichten des Geschäftsführers bestehen, und der Gläubiger muß in gutem Glauben gehandelt haben.

Obwohl das doppelte Verfahren eingangs komplexer und kostenaufwendiger ist, ist das Ergebnis unserer Meinung nach für den Mandanten wesentlich zufriedenstellender. Es ist zudem erstaunlich, wie viele Geschäftsführer Ihr Amt mit einer gewissen Nachlässigkeit ausüben.

Aus diesem Grunde möchten wir all diejenigen Personen, welche sich mit mangelhafter Vertragserfüllung bzw. Nichtzahlung einer Gesellschaft mit zweifelhafter Liquidität auseinandersetzen müssen, ermuntern, sich mit uns in Kontakt zu setzen, um Ihren betreffenden Fall individuell prüfen zu können.

David Roca

Associate, Abogado

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